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	<title>3D Digitalisierung Archiv I Kulturerbe Digital</title>
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		<title>Die Digitalisierung der Coronelli-Globen: ein aufwändiges aber spannendes Projekt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Eulgem]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2023 09:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3D-Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/die-digitalisierung-der-coronelli-globen-ein-aufwaendiges-aber-spannendes-projekt">Die Digitalisierung der Coronelli-Globen: ein aufwändiges aber spannendes Projekt</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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<div class="cmsmasters_column_inner"><div class="cmsmasters_img  cmsmasters_image_n" data-animation="fadeIn" data-delay="0"><img decoding="async" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/09/Kulturerbe-Digital-Wolfram-300x200.webp" alt="Kulturerbe Digital I Wolfram" /></div><div class="cmsmasters_text">
<p style="text-align: left;">Wolfram Joop ist 3D-Artist und einer der Ansprechpartner im kulturerbe digtal-Team von fröbus. Er hat das Projekt der Digitalisierung der beiden Coronelli-Globen federführend begleitet.</p>
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<div class="cmsmasters_column_inner"><div class="cmsmasters_text" data-animation="fadeIn" data-delay="0">
<p>Der technische Fortschritt ermöglicht es uns, mittels <a href="https://kulturerbe.digital/project/3d-digitalisierung">3D Digitalisierung</a> Kulturgut als immer leistungsfähigere und hochauflösendere Digitalisate mit allen Details und hoher Farbauthentizität zu generieren. Damit entsprechen wir dem Wunsch unserer Auftraggeber, wirklich nachhaltig zu digitalisieren und wichtiges <a href="https://kulturerbe.digital/">Kulturerbe</a> als digitales Vermächtnis für kommende Generationen zu bewahren. Lesen Sie über die Digitalisierung zweier bedeutender historischer Globen von Coronelli in unserem aktuellen Blog!</p>
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<h2>Die Digitalisierung der Coronelli Globen</h2>
<p>Ein besonders spannendes aber auch aufwändiges Projekt, war die Digitalisierung von zwei erhaltenen Coronelli-Globen, die im Zentrum der Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier stehen. Im November des Jahres 2022 haben wir die beiden weltbekannten Globen digitalisiert, einen Erdglobus und einen Himmelsglobus von Coronelli. Die Coronelli-Globen zählen weltweit zu den kulturgeschichtlich bedeutendsten Globen.</p>
<p>Wie viele es ursprünglich einmal gab, ist unmöglich zu sagen. Vor allem die kleineren Exemplare, die so genannten Seriengloben, sind aufgrund ihrer Größe womöglich leichter verloren oder zu Bruch gegangen. Weltweit sind heute noch ungefähr 60 Paare bekannt und erhalten. Die Meisten dieser Coronelli-Globen stehen in Klöstern, Bibliotheken und Museen. Während die größeren Manuskriptgloben Einzelstücke sind, handelt es sich bei den Seriengloben um Kupferstiche, die nahezu identisch sind. Die großen Manuskriptgloben stehen zwar ideengeschichtlich in einer Verbindung mit den kleineren Exemplaren, sind jedoch individuell anders, da sie von unterschiedlichen Künstlern händisch bemalt und beschriftet worden sind.</p>
<h2>Die Enthüllung der Welt – Vincenzo Maria Coronelli und seine historischen Globen</h2>
<p>Der Minoritenpater Vincenzo Coronelli (1650–1718) war einer der angesehensten italienischen Kartographen, Geographen und Globenbauer des 17. Jahrhunderts. Durch seine Handwerkskunst und seine akribische Liebe zum Detail schuf Coronelli eine Reihe von historischen Prunkgloben, die Museumsbesucher aus aller Welt auch heute noch in ihren Bann ziehen und ein bedeutendes Kulturgut darstellen.</p>
<p>Die beiden von fröbus digitalisierten Prunkgloben stehen heute in der Schatzkammer im Stadtarchiv in Trier und sind für Besucher zugänglich. Die Globen verbinden barocken Glanz mit wissenschaftlicher Genauigkeit. Die Globen haben einen Durchmesser von über einem Meter, und zusammen mit ihrem Gestell erreichen sie fast zwei Meter in der Höhe. Sie sind besonders gut erhalten, dennoch gibt es auch bei ihnen einige Fehlstellen: So war beispielsweise die Halterung der Globen deutlich abgenutzt. Sie wurden in der Vergangenheit auch einige Male ausgebessert und zeigten dadurch sichtbare Restaurierungsspuren.</p>
<p>Dank der neuen Beleuchtung werden die leuchtenden Farben geschützt, während gleichzeitig alle Details sowohl auf der Erdoberfläche als auch am Himmel klar sichtbar sind. Der Himmelsglobus ist wegen der Darstellung der Sternbilder und ihrer detaillierten und farbenfrohen Gestaltung besonders beeindruckend. Coronelli zeigt 75 Sternbilder – zu den traditionellen Sternbildern des Nordhimmels hat er 34 Sternbilder des Südhimmels hinzugefügt, die kurz zuvor durch die Beobachtungen des berühmten Engländers Edmond Halley kartiert wurden. Der Erdglobus wiederum zeigt die im 17. Jahrhundert neuesten Entdeckungen, vor allem von niederländischen Seefahrern in der Südhemisphäre und der Westküste Nordamerikas.</p>
<p>Die in der Stadt Trier beherbergten Prunkgloben hat Vincenzo Coronelli im Auftrag des Trierer Fürstbischofs Johann Hugo von Orsbeck für dessen Wohnsitz, Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein, gefertigt. Wir hatten die Gelegenheit, die beiden in Trier stehenden Coronelli-Globen in noch nie da gewesener Auflösung und Detailfülle in 3D zu digitalisieren.</p>
<h2>Was Digitalisierung von Kulturgut möglich macht</h2>
<p>Die Besonderheit der Coronelli-Globen in voller Auflösung erleben, ist das möglich? Heutzutage ist es das. Die 3D-<a href="https://kulturerbe.digital/">Digitalisierung von Kulturgut</a> ermöglicht die Bewahrung historischer Artefakte und ganzer Sammlungen für kommende Generationen. Ein hochauflösendes 3D-Digitalisat macht es möglich, die kleinsten Details darauf zu erkennen und genauer denn je wahrzunehmen. So können Institutionen beispielsweise mit Unternehmen zusammenarbeiten, die auf die Digitalisierung von Archiven, Bildgebungstechnologien oder die Erhaltung des kulturellen Erbes spezialisiert sind, um sicherzustellen, dass das zu digitalisierende Kulturgut genau und professionell in hochauflösenden Bildern oder 3D-Scans erfasst wird.</p>
<p>Die Besonderheit von digitalisiertem Kulturgut ist aber, dass es oft eine detailliertere Geschichte erzählen kann, als das analoge Original. 3D Digitalisierung kann dabei helfen, Rückschlüsse auf die Epoche, in der der Künstler gelebt hat, zu führen. Wir können herausfinden, wie das Werk entstanden ist und wer den Künstler beeinflusst hat. Ein Digitalisat macht es möglich, in den Globus &#8222;reinzuzoomen&#8220; und jedes noch so kleine Detail zu erkennen. Vor allem bei der enormen Größe der Globen ist das von Bedeutung. So kann jeder beliebige Bereich in 3D betrachtet und analysiert werden.</p>
<p>Durch die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung wird einem schnell klar, wie viele neue Relationen und neue Narrative plötzlich zu einem Kunstwerk, einem Künstler oder einer Epoche entstehen können. Forscher und Kuratoren können dann einzelne Werke über das Internet oder Datenbanken mit anderen Werken vergleichen oder in einen Zusammenhang stellen. Das eröffnet vielseitig neue Möglichkeiten in der Forschung, aber auch aus museumspädagogischer Sicht.</p>
<h2>Coronelli in 3D: Kultur trifft auf bahnbrechende Technologie</h2>
<p>Die Digitalisierung der Coronelli-Globen stellte uns bei <strong>fröbus</strong> vor eine Herausforderung, zunächst einmal wegen ihrer Größe, die die üblichen Dimensionen von Weltkugeln der damaligen Zeit bei weitem übertraf. Mit einem Durchmesser von 1,08 Metern, einer Gesamtoberfläche von beinahe vier Quadratmetern, einer Halterung mit Durchmesser 1,39 Meter, die entlang der Meridiane verläuft, sowie winzigen Kupferstich-Elementen mit detailgenauer Beschreibung von Ländern, Flüssen und Gebirgen in sehr kleiner Schrift, hatten wir nach kürzester Zeit eine enorme Datenfülle und mussten echte Präzisionsarbeit leisten, um ein detailgetreues digitales Abbild des Originals zu erzeugen. Mehrere tausend Bildaufnahmen mussten gemacht werden, um die nötige Schärfe und eine hohe Auflösung zu garantieren. Wie die Macher der Coronelli-Globen das zur damaligen Zeit so klein und doch so präzise geschafft haben, verblüfft uns immer wieder. Ob sie wohl durch eine Lupe geblickt haben? Ganz sicher können wir das nicht sagen. Um also die 3D Digitalisierung von allen Seiten zu ermöglichen, musste die historische Weltkarte aus allen erdenklichen Perspektiven erfasst werden.</p>
<p>Dabei fällt auf, dass es immer wieder Fehlstellen gibt, denn mit der Zeit bildet sich auf in die Jahre gekommenen Objekten so genanntes Craquelé (dt. Krakelee). Dieses beschreibt ein Haarnetz-Muster aus feinen oder dichteren Rissen auf der Oberfläche von einem Objekt, beispielsweise einer besonders alten Weltkugel, einer alten Weltkarte oder einem Gemälde. Entsteht es ungewollt, kann es das Ergebnis von Trocknung und Alterung sein. Darüber hinaus bilden sich im Laufe der Jahrhunderte, wenn Kulturgut beispielsweise offen zugänglich steht oder von Museumsbesuchern häufig berührt wird, sichtbare Abnutzungsspuren. Durch die enge Zusammenarbeit mit Restauratoren und den Vergleich mit den anderen Coronelli-Globen, die noch erhalten sind, konnten schließlich Rückschlüsse auf das Original geführt und die beschädigten Stellen am Original-Globus ergänzt werden. So konnte eine sehr vollständige digitale Replikation in 3D erreicht werden. Das Digitalisat ist für den Gebrauch an einem gewöhnlichen &#8222;Heimcomputer&#8220; zu groß, die Auflösung zu genau, daher eignet es sich zur Darstellung vor allem für den Gebrauch im Museum, an so genannten Lern- bzw. Medienstationen.</p>
<h2>Exkurs: Zur Geschichte von Globen</h2>
<p>Globen haben eine lange kunsthistorische Geschichte und im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Entwicklungen und Veränderungen durchlaufen. Die Verwendung von historischen Weltkarten zur Darstellung der Erde reicht bis in die Antike zurück. Griechische Gelehrte wie Eratosthenes und Ptolemäus haben bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. Theorien zur Gestalt und Größe der Erde entwickelt. Im Mittelalter wurden globenähnliche Objekte wie Armillarsphären oder Himmelsgloben verwendet, um das Weltall darzustellen. Während der Renaissance, insbesondere im 15. und 16. Jhd., erlebte die Kartografie und Globenherstellung eine Blütezeit: Darstellungen wurden immer genauer und detaillierter und dienten sowohl wissenschaftlichen als auch dekorativen Zwecken. Berühmte Kartografen und Globenmacher wie Martin Behaim und Gerardus Mercator trugen zur Entwicklung der antiken Globen und historischen Weltkarten bei.</p>
<p>Der Behaim-Globus, dessen Entstehung auf die Jahre 1490 bis 1492 zurückdatiert werden kann, wurde erst kürzlich als eines von vier aus Deutschland stammenden Artefakten ins Unesco Weltdokumentenerbe aufgenommen. Amerika ist auf dem Behaim-Globus noch nicht zu sehen, da Christopher Columbus erst 1493 von seinen Entdeckungsreisen nach Spanien zurückkehrte. Dafür ist Amerika auf den Coronelli-Globen, sowie auf dem ebenfalls von <strong>fröbus</strong> digitalisierten Schöner-Globus von 1515, gut erkennbar.</p>
<p>Das Zeitalter der Entdeckungen (15. und 16. Jhd.) machte Weltkarten zu wichtigen Werkzeugen, um die neuen geografischen Erkenntnisse aus den Entdeckungsreisen darzustellen. Die Kartografie und die Herstellung ebendieser entwickelten sich hier signifikant weiter, um die neuen Informationen über unbekannte Länder und Ozeane zu integrieren und in die ganze Welt hinauszutragen. Im Barock und Rokoko (17. Und 18. Jhd.) wurden Himmels- und Erdgloben zu prächtigen Kunstobjekten, so genannten Prunkgloben. Aufwendige Halterungen, Verzierungen und detaillierte Notizen zierten die historischen Prunkgloben dieser Epoche.</p>
<p>Vincenzo Coronelli erlangte sein Wissen für die Herstellung von Globen aus der zeitgenössischen Kartografie und Geografie und zog Informationen aus Büchern, Karten und Berichten anderer Gelehrter und Kartografen heran, um sein Projekt zu realisieren. Die Erforschung der Welt und die zu dieser Zeit stattfindenden Entdeckungsreisen lieferten Coronelli wichtige Informationen über neue Länder, Kontinente und geografische Merkmale. Berichte von Entdeckern wie James Cook und Christopher Columbus  erweiterten sein Wissen. Nicht zuletzt war es seine eigene Forschung und Vermessung sowie Reisen, die es ihm ermöglichten, seine Globen so präzise wie möglich zu gestalten. Die terrestrischen und himmlischen Coronelli-Globen wurden 1683 fertiggestellt. Sie werden aufgrund ihrer künstlerischen Schönheit und kartografischen Genauigkeit bis heute hochgeschätzt und gelten als Meisterwerke der Globenherstellung. Diese werden für immer ihren Platz in den Annalen des kartografischen Erbes einnehmen.</p>
<h3>Eine neue Ära bricht an</h3>
<p>Mit dem Aufkommen moderner Technologien wie Satellitenkartografie und digitaler Darstellung hat sich die Herstellung von historischen Weltkarten im 20. und 21. Jahrhundert stark verändert. Moderne globale Kartendaten können präzise auf Globen projiziert werden, und es gibt eine Vielzahl von Materialien und Stilen, in denen Globen hergestellt werden können. Die kunsthistorische Geschichte zeigt, wie sich die Darstellung der Welt im Laufe der Zeit entwickelt hat. Von einfachen Darstellungen in der Antike bis hin zu kunstvollen und hochpräzisen Meisterwerken der Renaissance und der Barock-Zeit haben historische Weltkarten und Himmels- oder Erdgloben sowohl als wissenschaftliche Instrumente, als auch als ästhetische Kunstwerke einen wichtigen Platz in der Geschichte der Kartografie und der bildenden Kunst eingenommen.</p>
<p><strong>Wir haben noch weitere spannende kulturelle Artefakte digitalisiert. Wenn Sie sich für unsere Projekte interessieren, klicken Sie bitte <a href="https://kulturerbe.digital/#benchmarks" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/die-digitalisierung-der-coronelli-globen-ein-aufwaendiges-aber-spannendes-projekt">Die Digitalisierung der Coronelli-Globen: ein aufwändiges aber spannendes Projekt</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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		<title>Eine 3D Digitalisierung von Kulturgütern kann Vorteile bieten und nachhaltiger sein</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/die-vergangenheit-fuer-die-zukunft-bewahren-warum-die-digitalisierung-von-kulturguetern-so-wichtig-ist-und-warum-eine-erfassung-in-3d-nachhaltiger-ist</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Eulgem]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 10:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3D-Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/die-vergangenheit-fuer-die-zukunft-bewahren-warum-die-digitalisierung-von-kulturguetern-so-wichtig-ist-und-warum-eine-erfassung-in-3d-nachhaltiger-ist">Eine 3D Digitalisierung von Kulturgütern kann Vorteile bieten und nachhaltiger sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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<h2>Die kulturelle Vergangenheit für die Zukunft bewahren</h2>
<p>Die technischen Möglichkeiten zur Bewahrung und Verbesserung der Zugänglichkeit unseres kulturellen Erbes haben sich in den letzten Jahren radikal verändert. Welche Vorteile bringt das und welche Möglichkeiten eröffnen sich Kulturinstitutionen dadurch? In diesem Blog-Beitrag gehen wir genau dieser Frage nach:</p>
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<p><strong>Erhaltung fragiler Artefakte und historischer Stätten: </strong>Einer der Hauptvorteile der Digitalisierung liegt darin, fragile Kultur-Artefakte und historische Stätten als digitale Zwillinge mit ihrer gesamten Objektgeometrie dauerhaft zu sichern. Durch die digitale Erfassung des Bestandes einer Sammlung beispielsweise wird eine digitale Archivierung, Dokumentation und Inventarisierung in vielen Fällen überhaupt erst ermöglicht. Es geht aber nicht nur um einen leistungsstarken, hochauflösenden digitalen Zwilling, es geht auch um die Möglichkeit mittels moderner digitaler Technologie genaue Repliken von bedeutenden Artefakten, architektonischen Bauten und archäologischen Stätten zu erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass selbst wenn die Originale beschädigt oder verloren gehen, die Essenz und Bedeutung wichtiger Kulturobjekte oder Stätten für zukünftige Generationen bewahrt werden können.</p>
<p><strong>Höhere Reichweite und barrierefreie Zugänglichkeit: </strong>Solche digitalen Vertreter unseres kulturellen Erbes haben die Möglichkeit, physische Grenzen zu überwinden und einem globalen Publikum zugänglich zu sein. Online-Plattformen, virtuelle Ausstellungen und digitale Archive werden in einem immer höheren Maße dazu beitragen, dass Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt, einen möglichst freien Zugang haben. So können kulturelle Schätze erkundet werden, die früher unerreichbar waren. Diese digitale Zugänglichkeit fördert Inklusion, Bildung und kulturellen Austausch und dadurch wiederum ein tieferes Verständnis und eine größere Wertschätzung für unsere eigenen Kulturgüter aber auch für ganz unterschiedliche Kulturen.</p>
<p><strong>Kollaborative Forschung- und Erhaltung: </strong>Die Digitalisierung erleichtert kollaborative Forschungs- und Erhaltungsbemühungen von Experten, Wissenschaftlern und Institutionen weltweit. Über digitale Plattformen &#8211; denken wir etwa an die Deutsche Digitale Bibliothek in Berlin &#8211; können Daten geteilt, Erkenntnisse analysiert und gemeinsam an Projekten gearbeitet werden. Dies wird in den nächsten Jahren zu einem Quantensprung an Wissen, zu vielen neuen Entdeckungen und einem umfassenderen Verständnis des weltweiten kulturellen Erbes führen. Darüber hinaus unterstützen digitale Technologien Erhaltungsbemühungen, indem sie wertvolle Werkzeuge für Überwachung, Restaurierung und Erhaltungstechniken bereitstellen.</p>
<p><strong>Belebung kultureller Erfahrungen: </strong>Die Digitalisierung haucht kulturellen Erfahrungen neues Leben ein, indem sie immersive und interaktive Begegnungen ermöglicht. Je freier der Zugang zu digitalen Kulturgütern, um so mehr Menschen können daran teilhaben. Virtual-Reality- (VR) und Augmented-Reality- (AR) Technologien Besuchern ermöglichen, historische Stätten, Museen und kulturelle Wahrzeichen auf dynamische und damit auf zeitgemäße Weise zu erkunden. Diese neue Art des kulturellen Erlebens wirkt emotional, wird breitere Zielgruppen ansprechen und bleibt in der Regel besser im Gedächtnis als dies bei der bei Betrachtung eines Objektes in einer Vitrine der Fall sein kann. Digitalisierte Objekte werden die Schul- und Museumspädagogik stark verändern &#8211; nicht nur im Bereich Kultur. Auch im Bereich Naturwissenschaften eröffnen sich hier neue Dimensionen.</p>
<p><strong>Virtuelle Rekonstruktion und Visualisierung:</strong>  Bei stark beschädigten oder fragmentierten Artefakten und historischen Objekten kann die digitale Technologie genutzt werden, um eine virtuelle Rekonstruktion des ursprünglichen Objekts zu erstellen. Basierend auf Forschung, historischen Aufzeichnungen oder Vergleichsstücken &#8211; welche wiederum durch eine bessere digitale Vernetzung schneller und häufiger identifiziert werden können &#8211; kann eine digitale Rekonstruktion erstellt werden.</p>
<p><strong>Neue Erkenntnisse durch Digitalisierung in hoher Qualität: </strong>Der Nutzen eines Digitalisats hängt erheblich von seiner Qualität ab. Ein dreidimensionales Digitalisat stellt wesentlich mehr Informationen zur Verfügung als eine Erfassung in 2D ermöglicht. Nicht nur dreidimensionale Kunstobjekte, Artefakte oder Kulturstätten können in 3D digitalisiert werden. Auch bei Gemälden oder schriftlichen Kulturgut wie zum Beispiel Bücher, aber auch Briefe oder Dokumente, bei denen eine Geometrie oder eine Art von Relief erfasst werden soll, kann eine 3D-Digitaliserung Vorteile bieten: Bei der Erfassung von Oberflächendetails durch die 3D-Digitalisierung können feinste Oberflächendetails erfasst und stark vergrößert werden, die als 2D-Datensatz nicht sichtbar wären. Dies ermöglicht es, Textur, Pinselstriche, Risse oder andere Alterungserscheinungen detailliert zu analysieren. Das betrifft alle Materialen. Bei Porzellan etwa entwickelt sich im Laufe der Alterung ein feines Liniennetz im Material, das sogenannte Krakelee, das auf diese Weise ideal erfasst werden kann.</p>
<p><strong>Erhaltung des Originals: </strong>Durch die Erstellung eines hochauflösenden 3D-Modells kann das Originalobjekt geschützt und vor übermäßiger Handhabung oder Transportrisiken bewahrt werden. Museen und Institutionen können das 3D-Modell für die Forschung, Ausstellung oder Bildungszwecke verwenden, während das Original sicher im Lager oder in einer kontrollierten Umgebung unter besten konservatorischen Bedingungen aufbewahrt wird.</p>
<p><strong>Virtuelle Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln:  </strong>3D-Digitalisierung bringt mehr Erkenntnis, denn sie ermöglicht allen Betrachtern, das Kunstwerk oder Artefakt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Dies bietet eine interaktive Erfahrung, bei der Nutzer das Objekt drehen, zoomen und Details genauer betrachten können. Es eröffnet neue Perspektiven und Einsichten in das Werk und ermöglicht eine tiefere Analyse.</p>
<p><strong>Spielerisches Ausprobieren von mechanischen Funktionen oder beweglicher Teile eines Kulturgegenstandes:</strong> Immer wieder haben wir Objekte mit beweglichen Komponenten digitalisiert. So zum Beispiel mehrere Globen &#8211; wie etwa einen <strong><a href="https://kulturerbe.digital/schoener-globus">Schöner Globus</a></strong> aus dem Jahre 1515 oder zwei Coronelli-Globen aus dem späten 17. Jahrhundert. Wie bei den meisten Globen kann die Erdkugel um die sogenannte Erdachse gedreht werden. Diese Funktion konnte mittels unserem mehrstufigen 3D-Verfahren erfasst werden. Wir bauten die Anwendung dann selbstverständlich so, dass die Betrachter des fertigen 3D-Modells die Kugel selbst rotieren lassen können. Dieses selbstständige Ausprobieren erhöht die Wirkung eines solchen Exponates um ein Vielfaches, als ein statisches zweidimensionales Bild es erlauben würde.</p>
<p><strong>Präzise Vermessung und Analyse:</strong>  Schon bei der Erfassung aber auch später mit Hilfe des 3D-Modells können genaue Messungen und Analysen durchgeführt werden, um beispielsweise Größenverhältnisse, Proportionen oder Oberflächeneigenschaften zu bestimmen. Dies ist besonders nützlich für kunsthistorische Studien, wissenschaftliche Forschung oder Restaurationsarbeiten.</p>
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<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-16233 size-large" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-1024x640.webp" alt="" width="1024" height="640" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-1024x640.webp 1024w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-300x188.webp 300w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-150x94.webp 150w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-768x480.webp 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-1536x960.webp 1536w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-2048x1280.webp 2048w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-580x363.webp 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-860x538.webp 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/07/Kulturerbe-digital-Propheten-1160x725.webp 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erstellung von Replikaten oder 3D-Drucken: </strong>Auf Grundlage eines hochauflösenden 3D-Modells können Replikate oder 3D-Drucke eines Kulturgegenstandes hergestellt werden. So kann eine physische Kopie erstellt und für Ausstellungszwecke verwendet werden, während das Original geschützt bleibt. So haben wir von fröbus <a href="https://kulturerbe.digital/">Kulturerbe</a> Digital die Kölner <a href="http://froebus.de/portfolio/rathauspropheten/"><strong>Rathauspropheten</strong></a> 3D digitalisiert und Replikate erstellt. Seit etwa 1430 zierten die acht Rathauspropheten den Sitz des Kölner Rats. Die hölzernen Figuren sollten mit ihren Spruchbändern die Obrigkeit an ihre Verpflichtungen gegenüber dem Gemeinwohl erinnern. Bis 2012 fanden die Rathauspropheten ihren Platz im Hansasaal des Kölner Rathauses, dann mussten sie jedoch das Rathaus verlassen und ins Museum Schnütgen umziehen. Der Grund: Die Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit der zentral beheizten Räume im Rathaus hätten den Erhalt der Skulpturen gefährdet. Klicken Sie einfach auf das Bild und Sie gelangen zum 3D-Viewer mit den digitalisierten Rathauspropheten.</p>
<p><strong>Barrierefreie Veröffentlichung bzw. Ausstellung:</strong> Der Nutzen von Replikaten besteht nicht nur darin, die Originale zu schützen. Denken wir auch an barrierefreie Ausstellungen, bei denen blinde Menschen ein Objekt dreidimensional erfahren können. Im Neuen Museum in Berlin befindet sich in dem Raum mit der original Nofretete-Büste schon seit vielen Jahren eine solches Replikat. Dabei ist interessant, dass auch sehende Besucher, die aus Metall gefertigte Kopie gerne anfassen. So werden mehr Sinne angesprochen und das Erlebnis ist damit umfassender und nachhaltiger für den Betrachter.</p>
<p>Die 3D-Digitalisierung historischer Flachvorlagen eröffnet neue Möglichkeiten der Dokumentation, Analyse, Präsentation und Erhaltung von Kunstwerken. Wir erleben aktuell, wie der Einsatz von 3D-Verfahren es Forschern, Kuratoren, Restauratoren und dem Publikum ermöglicht, tiefere Einblicke in kulturell wertvolle Exponate und Objekte zu gewinnen und eine detaillierte Betrachtung zu erleben, die mit herkömmlichen 2D-Bildern nicht möglich wäre. Die Technik entwickelt sich rasant schnell. Wir fordern uns immer wieder selbst und arbeiten am Limit des technischen Fortschritts – teilweise unter Laborbedingungen. Aber das macht unsere Arbeit so spannend – jeden Tag aufs Neue.</p>
<p><a href="https://kulturerbe.digital/"><strong>Sie interessieren Sich für unsere Arbeit – klicken Sie hier um einen Einblick in unser Portfolio zu erhalten. Wenn Sie ein Digitalisierungsprojekt planen, würde wir uns sehr freuen, Sie beraten zu können.</strong></a></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/die-vergangenheit-fuer-die-zukunft-bewahren-warum-die-digitalisierung-von-kulturguetern-so-wichtig-ist-und-warum-eine-erfassung-in-3d-nachhaltiger-ist">Eine 3D Digitalisierung von Kulturgütern kann Vorteile bieten und nachhaltiger sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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