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	<title>Allgemein Archiv I Kulturerbe Digital</title>
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	<title>Allgemein Archiv I Kulturerbe Digital</title>
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		<title>Erst mit dem richtigen Farbmanagement entsteht die Magie in der Bildgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Eulgem]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 10:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Experten-Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/erst-mit-dem-richtigen-farbmanagement-entsteht-die-magie-in-der-bildgebung">Erst mit dem richtigen Farbmanagement entsteht die Magie in der Bildgebung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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<h2>Ein Interview mit Ralf Meyer, Leiter Kulturerbe bei fröbus Medien</h2>
<p>&nbsp;</p>
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<h3>Kulturerbe Redaktion: Warum spielt das Farbmanagement bei der Digitalisierung von Kulturgütern eine so große Rolle?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Farbmanagement ist im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Kunst- und Kulturobjekten enorm wichtig, um sicherzustellen, dass die Farben des digitalisierten Objekts so genau wie möglich den tatsächlichen Farben des physischen Originals entsprechen. Der Betrachter soll die Farben des Objekts so erleben, wie sie vom Künstler oder Werkschaffenden beabsichtigt waren und trägt zur Authentizität von digitalisiertem kulturellem Erbe bei.</p>
<h3>Warum ist eine farbtreue Wiedergabe bei der Digitalisierung historischer Gemälde und anderer Kunstobjekte schwierig?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Grundsätzlich muss immer die Frage geklärt werden: Soll das finale Digitalisat die aktuelle Farbgebung mit allen Alterungserscheinungen wiedergeben oder soll das digitale Replikat den ursprünglichen Zustand wiedergeben – also so, wie der Künstler die Farben aufgetragen hat? Zunächst einmal reproduzieren wir immer den aktuellen Zustand der Objekte in ihrem jeweiligen Stadium der Alterung.</p>
<p>Die farbtreue Wiedergabe des ursprünglichen Zustands historischer Gemälde kann aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung darstellen: Zum einen gab es keine Standardfarben. Vor der Verbreitung von Tubenfarben wurden die Farbpigmente von den Malern in der Regel auf dem Markt gekauft und selbst gemischt – Qualitätsschwankungen sowie bestimmte Vorlieben und Gewohnheiten des Künstlers spielen daher eine große Rolle. Auch die Alterungsprozesse des Farbauftrages bei alten Gemälden verlaufen je nach den Lagerungsbedingungen höchst unterschiedlich. Man kann also nicht so einfach vom aktuellen Ist-Zustand auf die ursprüngliche Ausprägung der Farbe zurückrechnen.</p>
<h3>Welche Möglichkeiten gibt es dennoch für eine möglichst farbtreue Erfassung und Wiedergabe?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer</strong>: Um eine möglichst genaue farbtreue Wiedergabe zu erreichen, werden hochwertige Kameras, spezialisierte Beleuchtungstechniken, und diverse Farbmanagement-Tools eingesetzt. Wir arbeiten immer eng mit Experten für Konservierung und Restaurierung der Museen und Kulturinstitutionen zusammen, die sich mit den jeweiligen Altmeistern oder Künstlern auskennen und auch das Gemälde oder den Kunstgegenstand eingehend untersucht und die Farben analysiert haben.</p>
<h3>Welche Erkenntnisse über die Farben können direkt beim Vorgang der Digitalisierung gewonnen werden?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Wir selbst können bei der Erfassung der Daten sehr viele Erkenntnisse über die Farbwahl, Materialien und die Oberflächenstruktur der Objekte. Unsere hochauflösenden Kameras können Informationen im ultravioletten und nahen Infrarotbereich des Spektrums erfassen, die das menschliche Auge nicht sehen kann. Auf diese Weise lassen sich Bildinformationen sichtbar machen, die normalerweise im Verborgenen bleiben. So können etwa Unterschiede zwischen Materialien ausgemacht werden, die zwar gleich aussehen, in ihrer Beschaffenheit aber variieren. Zudem kann zwischen reflektiertem Licht und Fluoreszenz/Lumineszenz unterschieden werden.</p>
<p>Die vollautomatische Multispektral-Lösung kann die Grundlage für weitere wissenschaftliche, möglicherweise invasive Untersuchungsmethoden bilden. Die Einsatzbereiche reichen von Digitalisierungsprojekten auf dem Gebiet der Konservierung und Restaurierung bis hin zur kriminaltechnologischen Untersuchung und der industriellen Anwendung. Multiband- und Narrowband-Imaging gewinnt rasant an Bedeutung, da die Bilddaten hier quantitativ ausgewertet, in einer Spektralkurve dargestellt und/oder durch statistische Analysen weiterverarbeitet werden können.</p>
<h3>Werden auch biographische Hinweise für den jeweiligen Maler berücksichtigt?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Die Erforschung historischer Malfarben ist ein fortlaufender Prozess. Es gibt darüber einen regen internationalen wissenschaftlichen Austausch. Für bestimmte Maler gibt es regelrechte Experten, etwa Kunsthistoriker, Restauratoren oder Konservatoren. Dabei werden oftmals schriftliche Aufzeichnungen, Briefe oder Tagebücher von dem Künstler selbst oder von Zeitgenossen ausgewertet, um Informationen über die verwendeten Farben und Techniken zu finden. Wir als Anbieter für Digitalisierung profitieren von solchen Erkenntnissen. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Auftraggebern zusammen.</p>
<h3>Was ist bei der Digitalisierung und damit der Erfassung der Farben technisch zu berücksichtigen?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Ein wichtiger Schritt bei jeder Art von Farbmanagement ist die Farbkalibrierung: Die Kalibrierung der Erfassungsgeräte, wie Kameras oder Scanner auf eine standardisierte Farbwiedergabe, ist immer Voraussetzung. Dazu nutzen wir Farbprofile. Das sind Dateien, die die Farbeigenschaften eines Geräts oder einer Farbraumdarstellung beschreiben. Sie dienen uns als Referenz, um die Farben zwischen verschiedenen Geräten oder Anwendungen zu korrigieren und abzugleichen. So kann eine konsistente Farbwiedergabe gewährleistet werden.</p>
<h3>Gibt es so etwas wie eine Postproduktion bei der Digitalisierung von Kulturobjekten?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Im Bereich <a href="https://kulturerbe.digital/">Kulturerbe</a> auf jeden Fall. Dabei entsteht doch erst die Magie in den Bildern. Wir überprüfen die Farbgenauigkeit und bearbeiten diese bis zum Optimum. Dabei setzen wir auf eine ganze Reihe von unterschiedlichen Farbmanagement-Tools. Als Unternehmen greifen wir zudem auf eine sehr lange Tradition an Erfahrung zurück: fröbus war ursprünglich ein Unternehmen für Lithografie und Druck. Wir haben uns stetig mit allen Medieninnovationen entwickelt und verfügen heute über eine hochmoderne Abteilung für Bildbearbeitung und CGI.</p>
<p>Für Unternehmen aus der Automobilindustrie &#8211; etwa Audi &#8211; erstellen wir zum Beispiel fotorealistische Produktvisualisierungen für sogenannte Car-Konfiguratoren. Gerade für die Automobilindustrie ist die richtige Darstellung der Farben – etwa vom Lack, der Ausstattung oder des Leders ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung der Kunden. Die Farben müssen auf das Genaueste stimmen. Hinzu kommt: Damit ein Auto, das oftmals noch gar nicht existiert, emotional ansprechend aussieht, braucht es ein überzeugendes Environment, realistische Texturen und lebendige Lichtreflexe. Vor allem mit der Lichtreflexion auf den Materialien hauchen wir der Visualisierung Leben ein. Das ist ganz entscheidend.</p>
<h3>Damit wären wir beim Thema Licht und Lichtreflexe. Werden diese vor allem in der Postproduktionsphase optimiert?</h3>
<p><strong>Ralf Meyer:</strong> Während der Erfassung arbeiten wir – je nach Objekt und Aufgabenstellung – mit ganz unterschiedlicher Lichtsetzung. Auch hier gibt es eine große methodische Vielfalt. Zunächst muss man verstehen, bei einem Digitalisierungsprozess in 3D geht es aber überhaupt nicht darum, natürlich Lichtreflexe zuzulassen. Im Gegenteil: immer dort wo Licht reflektiert wird, sprechen wir von einer Weißfläche. Das bedeutet: dort sind keine geometrischen Informationen vorhanden. Bei der Digitalisierung wollen wir aber möglichst viele Informationen über die Objektgeometrie erfassen. Wir minimieren daher Licht und Reflektion – sie werden in der Postproduktion wieder addiert. Nur so entstehen ein natürlicher räumlicher Eindruck und ein lebendiges Bild. Wie schon gesagt, bei Kunst- und Kulturobjekten ist das immer wieder ein magischer Moment.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>
<p><strong>Wir haben viele spannende kulturelle Artefakte digitalisiert. Wenn Sie sich für unsere Projekte interessieren, klicken Sie bitte </strong><a href="https://kulturerbe.digital/#benchmarks"><strong>hier</strong></a></p>
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<h2>Herausforderungen bei einer farbgenauen Digitalisierung von historischer Kunst</h2>
<p><strong>Alterungserscheinungen:</strong> Historische Gemälde oder Kunstobjekte können im Laufe der Zeit verschiedenen Alterungserscheinungen ausgesetzt sein, wie beispielsweise Verfärbungen, Abblätterungen oder Verblassen der Farben. Diese Veränderungen machen es schwierig, die ursprünglichen Farben des Gemäldes genau zu erfassen und wiederzugeben.</p>
<p><strong>Materialien und Pigmente: </strong>Historische Gemälde oder Farbaufträge wurden oft mit traditionellen Materialien und Pigmenten hergestellt, die sich im Laufe der Zeit verändert haben können. Einige Pigmente können anfällig für Verblassen oder Veränderungen sein, während bestimmte Bindemittel oder Überzüge zu Verfärbungen führen können. Als Digitalisierungsdienstleister arbeiten wir eng mit den Restauratoren, Konservatoren und Kunsthistorikern unserer Auftraggeber zusammen.</p>
<p><strong>Beleuchtung:</strong> Die richtige Beleuchtung ist entscheidend, um die Farben eines Gemäldes oder eines Farbauftrages – etwa auf einer Vase oder einem Altar &#8211; korrekt zu erfassen. Bei der Digitalisierung müssen die richtigen Lichtquellen und -einstellungen verwendet werden, um die Farben so genau wie möglich darzustellen. Unterschiedliche Beleuchtungsbedingungen können zu unterschiedlichen Wahrnehmungen der Farben führen.</p>
<p><strong>Oberflächenstruktur:</strong> Gemälde oder Kunstobjekte können eine komplexe Oberflächenstruktur aufweisen, die das Licht auf unterschiedliche Weise reflektiert. Die korrekte Erfassung dieser Oberflächenstruktur stellt eine Herausforderung darstellen und wirkt sich auf die Farbwiedergabe aus.</p>
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<p>Foto Credits: fröbus Medien</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/erst-mit-dem-richtigen-farbmanagement-entsteht-die-magie-in-der-bildgebung">Erst mit dem richtigen Farbmanagement entsteht die Magie in der Bildgebung</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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		<title>Sicherung von Kulturgütern gegen kulturellen Alzheimer</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/sicherung-von-kulturguetern-gegen-kulturellen-alzheimer</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Eulgem]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2023 11:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/sicherung-von-kulturguetern-gegen-kulturellen-alzheimer">Sicherung von Kulturgütern gegen kulturellen Alzheimer</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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<div class="cmsmasters_column_inner"><div class="cmsmasters_img  cmsmasters_image_n" data-animation="fadeIn" data-delay="0"><img decoding="async" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli2_Dr.-Andreas-Christoph-300x300.webp" alt="Kulturerbe Digital I Andres Christoph" /></div><div class="cmsmasters_text">
<p><strong>Dr. Andreas Christoph</strong></p>
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<div class="cmsmasters_column_inner"><div class="cmsmasters_text" data-animation="fadeIn" data-delay="0">
<h2>Schutz vor Diebstahl, Zerstörung oder Verfall durch Digitalisierung</h2>
<p>Aktuell überall in den Medien, von der Rheinischen Rundschau bis zur FAZ: zwischen 1500 bis 2000 Artefakte sollen von einem Mitarbeiter des British Museum über Jahre aus dem Depot des höchst anerkannten Hauses entwendet worden sein. Auch wenn sich der Schaden für die Sammlung noch nicht genau beziffern lässt, der Reputationsverlust für das Museum ist bereits immens. Der Verlust von <a href="https://kulturerbe.digital/">Kulturerbe</a> ist ein grundsätzliches Reizthema: Kunstraube oder Vernichtung von Kultur durch Feuer, Krieg oder Naturkatastrophen werden von den Medien in der Regel ausgiebig begleitet und diskutiert. Dabei schwingt immer die Angst mit, dass mit wichtigen Kulturgegenständen oder Landmarks auch immer kollektive Identität verloren geht. Es geht um Verantwortung, denn jeder Generation fällt die Aufgabe zu, wichtige kulturelle Zeugnisse für die nachfolgenden Generationen sicher zu verwahren.</p>
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<div class="cmsmasters_column_inner"><div class="cmsmasters_text">
<p>In Deutschland ist der Museumsraub im Grünen Gewölbe in Dresden vor vier Jahren aus diesen Gründen besonders gut im Gedächtnis geblieben. Nach Einschätzung von Experten markierte dieser Einbruch bzw. Raub eine neue Dimension von krimineller Bedrohung für Kunst und Artefakte. Zu Recht wurde nach dem Einbruch im November 2019 der Standard der Sicherungstechnik in Sammlungen, Museen oder Ausstellungen als teilweise unzureichend in Frage gestellt. Hinzu kamen in jüngster Zeit mehrfache Attacken von Klimaschützern auf bedeutende Museumsexponate. In der Kulturszene wird also bereits seit einigen Jahren diskutiert: ist eine Sicherung durch dickeres Panzerglas und bessere elektronische Überwachung nicht zu kurz gedacht?</p>
<p>Jetzt nach diesem beispielslosen Fall im British Museum in London landet nun ein weiterer Aspekt zum Themas Sicherheit in der öffentlichen Debatte: nicht nur in den öffentlichen Ausstellungsräumen, auch in den Depots, Archiven, Werkstätten und Labors sowie beim Transport von Leihgaben müssen Kunstwerke und Artefakte sicher sein. Die Sicherheit unseres Kulturerbes darf nicht aufgrund des Mutes von Wachpersonal, der Vertrauenswürdigkeit von Mitarbeitern und der Widerstandskraft eines Panzerglases entschieden werden. In den Depots und Archiven oder Werkstätten, sollte es zudem nicht von einzelnen Personen abhängig sein, ob die eingelagerten Sammlungen sicher verwahrt sind oder nicht. Das Sammlungsmanagement sollte umfassend sein und nicht nur Exponate, sondern auch Deponate einschließen. Dazu gehört eine digitale Dokumentation einzigartiger Kulturschätze in 2D und 3D. Eine Mammutaufgabe für Museen und Sammlungen.</p>
<p><em>„Die jüngsten Ereignisse in London, wie schon hierzulande der Raub im Grünen Gewölbe in Dresden vor vier Jahren, lenken den Blick auf die Schwachstellen der Kulturlandschaft. Den bestmöglichen Schutz erlangt man nicht allein durch Sicherung, sondern durch eine konsequente Digitalisierung und Inventarisierung der Bestände“,</em> sagt Dr. Andreas Christoph, Abteilungsleiter für Digitales Kultur- und Sammlungsmanagement an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, einer Einrichtung der Universität Jena.</p>
<h2>Bedeutende Kunstraube in der Geschichte</h2>
<p><strong>Kunstraub Boston:</strong> Bedeutende Kunstraube gab es immer wieder, aber kaum ein Diebstahl erregte aber so viel internationales Aufsehen wir der so genannte Kunstraub Boston. Im Jahr 1990 wurden 13 Gemälde aus dem Isabella Steward Gardener Museum in Boston gestohlen. Bis dato gilt dieses Ereignis &#8211; mit einem Verlust von ca. 500 Mio. USD &#8211; als der größte Kunstraub der Geschichte. Der Diebstahl wurde bis heute nicht aufgeklärt. Die leeren Rahmen der Gemälde hängen immer noch in dem Museum als Zeichen des Diebstahls. Verschwunden sind damals ein Ölgemälde von Rembrandt van Rijn (1606-1669) mit dem Titel &#8222;Christus im Sturm auf dem See Genezareth&#8220; sowie ein Gemälde von Jan Vermeer (1632-1675) mit dem Titel &#8222;Das Konzert&#8220;.</p>
<figure id="attachment_16455" aria-describedby="caption-attachment-16455" style="width: 908px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-16455 size-large" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-908x1024.webp" alt="" width="908" height="1024" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-908x1024.webp 908w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-266x300.webp 266w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-133x150.webp 133w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-768x866.webp 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-580x654.webp 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-860x970.webp 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Rembrandt-jpg.webp 1000w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /><figcaption id="caption-attachment-16455" class="wp-caption-text">Rembrandt</figcaption></figure><br />
<figure id="attachment_16456" aria-describedby="caption-attachment-16456" style="width: 908px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-16456 size-large" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-908x1024.png" alt="" width="908" height="1024" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-908x1024.png 908w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-266x300.png 266w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-133x150.png 133w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-768x866.png 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-580x654.png 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert-860x970.png 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/08/Blogbeitrag_Juli-2_Vermeer_-Das-Konzert.png 1000w" sizes="(max-width: 908px) 100vw, 908px" /><figcaption id="caption-attachment-16456" class="wp-caption-text">Vermeer</figcaption></figure>
<p><strong>Kunstraub Paris:</strong> Ebenfalls spektakulär &#8211; wenn auch nicht ganz so kostspielig &#8211; war der Kunstraub Paris im Jahre 2010. Dabei brach ein Dieb im Spiderman-Kostüm ins Pariser Museum für moderne Kunst ein und stahl 5 Werke mit einem Gesamtwert von ca. 100 Mio. USD. Auch wenn der Dieb verhaftet werden konnte, sind nicht alle Werke bisher wieder aufgetaucht. Der Täter wurde erst sieben Jahre später &#8211; im Jahr 2017 rechtskräftig verurteilt. Gestohlen wurden damals insgesamt fünf Gemälde von bedeutenden Malern wie Picasso, Matisse, Modigliani, Braque und Léger. Das Teuerste unter den gestohlenen Bildern ist das Werk &#8222;Le pigeon aux petits pois&#8220; (&#8222;Die Taube mit grünen Erbsen&#8220;) von Pablo Picasso.</p>
<p><strong>Dresdener Juwelendiebstahl</strong> im Grünen Gewölbe: Bei Einbruch und Raub am 25. November 2019 wurden Kunstobjekte und 21 Schmuckstücke mit insgesamt 4.300 Diamanten mit einem Versicherungswert von mindestens 113,8 Millionen Euro aus dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnes_Gew%C3%B6lbe#Historisches_Gr%C3%BCnes_Gew%C3%B6lbe">Historischen Grünen Gewölbe</a> des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Residenzschloss_Dresden">Residenzschlosses Dresden</a> entwendet. Die langwierigen Ermittlungen führten erst im Mai 2023 zu einer Verurteilung von fünf Mitgliedern des so genannten Remmo-Clans. Im Zuge der Verhandlungen hatte der Clan bereits im Im Dezember 2022 den Großteil des aus dem Grünen Gewölbe gestohlenen Sachsenschatzes an die Polizei übergeben.</p>
<p><strong>Londoner Depot-Diebstahl:</strong> Das British Museum ist über mehrere Jahre von einem Angestellten bestohlen worden. Insgesamt sollen nach aktueller Darstellung bis zu 2000 Objekte fehlen. Das Problem: Das Museum hat keine vollständige Inventarliste und kann keine genaue Zahl nennen. Im Moment arbeiten die Mitarbeiter sowie die Polizei mit Unterstützung von Antiquitätenhändlern daran, möglichst viele der vermissten Objekte wiederzufinden. Es handelt sich um kleine Schmuckstücke aus Halbedelsteinen, Goldschmuck, Goldstücke und Glaskunst aus dem 15. Jahrhundert vor Christus bis zum 19. Jahrhundert nach Christus. Die Sammlungsobjekt waren nicht öffentlich ausgestellt, sondern im Depot verwahrt. Im August 2023 trat der Direktor des British Museum, Hartwig Fischer, zurück. Er übernahm damit die Verantwortung, dass die Verluste nicht früher bemerkt wurden.</p>
<h3>Wie kann die Polizei Digitalisate von Kunstobjekten oder Schmuck oder Kulturgütern nutzen, um Diebesgut wiederzubeschaffen?</h3>
<p><strong>Online-Datenbanken:</strong> Die Polizei kann auf nationale und internationale Online-Datenbanken zugreifen, die Informationen und Bilder von gestohlenen Kunstwerken, Schmuckstücken und Kulturgütern enthalten. Durch den Abgleich von gestohlenen Objekten mit den digitalen Aufzeichnungen können sie möglicherweise Übereinstimmungen identifizieren und den Diebstahl aufdecken.</p>
<p><strong>Bilderkennungs-Technologie:</strong> Mit Hilfe fortschrittlicher Bilderkennungs-Tools können digitale Bilder von gestohlenem Diebesgut mit Online-Datenbanken oder öffentlichen Bildarchiven abgeglichen werden. Solche Technologie kann dabei helfen, ähnliche Objekte zu identifizieren, die möglicherweise zum Verkauf angeboten oder auf Auktionsplattformen präsentiert werden. Im Falle der verschwundenen Deponate aus dem British Museum in London, sind einzelne Objekte sogar über Ebay angeboten worden. Mit einer entsprechenden automatisierten Überprüfung auf der Basis von vorliegendem Bildmaterial hätte die Entdeckung nicht dem Zufall überlassen bleiben müssen.</p>
<p><strong>Social-Media-Monitoring:</strong> Die Polizei kann soziale Medien und Online-Marktplätze überwachen, um nach verdächtigen Angeboten von gestohlenem Diebesgut zu suchen. Durch den Einsatz von Suchalgorithmen und Stichwortsuche können digitale Spuren verfolgt und Hinweise auf den Verbleib gestohlener Objekte gefunden werden.</p>
<p><strong>Zusammenarbeit mit Experten:</strong> Die Polizei kann digitale Bilder und Informationen von gestohlenem Diebesgut mit Experten, Kunsthändlern, Auktionshäusern und Fachleuten der Kunst- und Antiquitätenbranche teilen. Diese Experten können bei der Identifizierung von gestohlenen Objekten behilflich sein, indem sie aufgrund ihrer Fachkenntnisse Merkmale, Stil oder Provenienz analysieren. Auch hier zeigt, das Londoner Beispiel, dass hier noch nicht systematisch genug gearbeitet wird. Dies sind alles geeignete Stellschrauben: einerseits zur Abschreckung vor kriminellem Zugriff und andererseits für bessere Chancen bei der Wiederbeschaffung.</p>
<p><strong>Öffentlichkeitsarbeit:</strong> Die Polizei kann digitale Bilder von gestohlenem Diebesgut in der Öffentlichkeit teilen, um Bewusstsein zu schaffen und potenzielle Hinweise von Zeugen zu erhalten. Durch die Verbreitung von Bildern und Informationen über Medienkanäle, soziale Medien oder offizielle Polizeiwebsites können Bürger dazu ermutigt werden, verdächtige Aktivitäten zu melden oder Informationen bereitzustellen, die zur Wiederbeschaffung des Diebesguts führen könnten. Im Falle des Londoner Diebstahls, steht nicht eindeutig fest, welche Objekte genau fehlen. Insofern ist eine systematische Suche mit Hilfe der Öffentlichkeit zurzeit kaum möglich.</p>
<p>Wenn aber die Kunstwerke oder historischen Objekte nicht sichergestellt werden können &#8211; oder wie sich bei den hier genannten Beispielen zeigt, die Strafverfolgung über viele Jahre hinzieht, stellt sich die folgende Frage:</p>
<h3>Wie kann die 3D-Digitalisierung helfen, verlorene Kulturgüter zu ersetzen?</h3>
<p>Digitale Reproduktionen oder Digitalisate spielen eine entscheidende Rolle bei der Ersetzung verlorener Kulturgüter. Indem sie hochauflösende Bilder, 3D-Scans oder detaillierte Dokumentationen erfassen, ermöglichen digitale Technologien die Schaffung präziser virtueller Repliken von verlorenen oder zerstörten Artefakten, historischen Stätten oder Kulturgütern. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Digitalisate bei der Ersetzung verlorener Kulturgüter helfen können. Digitalisate und Replikate können außerdem als Doublette eingesetzt werden, damit besonders schützenswerte Kulturgüter sicher verwahrt werden können. Dies ist aber noch keineswegs nicht gängige Praxis.</p>
<p><strong>Virtuelle Rekonstruktion:</strong> Mithilfe von digitalen Techniken können verlorene oder zerstörte Gebäude, archäologische Stätten oder Kunstwerke als Modelle virtuell rekonstruiert werden. Durch die Analyse vorhandener Informationen, historischer Aufzeichnungen und vorhandener Fragmente kann eine genaue virtuelle Rekonstruktion erstellt werden, die das Aussehen und die Struktur des ursprünglichen Objekts oder Ortes widerspiegelt. Man spricht dabei auch von der Erstellung eines digitalen Zwillings oder &#8222;digital Twin&#8220;.</p>
<p><strong>Digitale Museen, Virtuelle Sammlungen und Archive:</strong> Digitale Plattformen ermöglichen es Institutionen, umfangreiche virtuelle Sammlungen und Archive aufzubauen, die verlorene Kulturgüter beinhalten. Durch das Sammeln von hochauflösenden 3D Modellen, Bildern, Videos und Informationen können diese digitalen Archive als umfassende Quellen für die Erforschung und das Studium des verlorenen Erbes dienen.</p>
<p><strong>Virtuelle Ausstellungen:</strong> Mit Hilfe von digitalen Technologien können virtuelle Ausstellungen geschaffen werden, die verlorene Kulturgüter präsentieren und nahezu perfekte Simulationen zeigen. Durch die Nutzung von hochauflösenden Bildern, interaktiven Elementen und kulturellen Kontextinformationen können Besucher virtuell durch Ausstellungen gehen und verlorene Kunstwerke oder Artefakte erkunden.</p>
<p><strong>Bildung und Forschung:</strong> Digitalisate verlorener Kulturgüter können in Bildungs- und Forschungsbereichen eingesetzt werden. Sie ermöglichen es Wissenschaftlern, Archäologen und Historikern, weiterhin wichtige Erkenntnisse über die Vergangenheit zu gewinnen und Studien durchzuführen, auch wenn die ursprünglichen Objekte nicht mehr vorhanden sind.</p>
<p>Digitale Reproduktionen werden das Original niemals vollständig ersetzen können. Aber sie können als eine wertvolle Alternative dienen, um verlorenes Kulturerbe zu dokumentieren, zu erforschen, zu präsentieren und den Zugang dazu zu ermöglichen, insbesondere wenn die physischen Objekte nicht mehr verfügbar sind</p>
<p><em>„Zu den Kernaufgabe der Museen gehört das Bewahren unseres kulturellen Erbes für zukünftige Generationen. Dieser Verantwortung wird man nicht allein durch Videokameras und Glasvitrinen gerecht, sondern sie muss sich auch auf die nachhaltige und umfassende Digitalisierung der Bestände erstrecken! Hier in Deutschland bedarf es dazu eines gesamtdeutschen digitalen Kulturpakts, wenn wir nicht Gefahr laufen wollen, dass Diebstahl und Verlust allmählich zu kulturellem Alzheimer führen!“,</em> fasst Dr. Andreas Christoph seine Einschätzung noch einmal zusammen.</p>
<h2>Die Vorteile von Digitalisierung im Falle von Verlus<strong>t</strong></h2>
<h3>Unsichere Datenlage in deutschen Museen:</h3>
<ul>
<li>Nur eine umfassende Katalogisierung, Inventarisierung und digitale Dokumentation stellt sicher, dass Verlust oder Beschädigung von Kulturgütern immer und überall bemerkt werden. Museen, Depots und Archive brauchen moderne digitale Sammlungsmanagement-tools, um die Sammlung auch verwalten zu können. Nur wer immerzu weiß, welches Objekt, wann, wo, vom wem und zu welchem Zwecke aufbewahrt wird, kann Schwund ausschließen.</li>
</ul>
<h3>Schnellere Aufklärung im Falle eines Verbrechens:</h3>
<ul>
<li>Die Fahndung nach Raubgut würde mit Hilfe von 3D-Bildmaterial schneller und effektiver erfolgen können. Selbst Teilstücke des gestohlenen Exponats würden sich leichter identifizieren lassen, sollten sie auf dem Schwarzmarkt angeboten werden.</li>
<li>Durch bessere Fahndungs- bzw. Aufklärungschancen würde ein höherer Abschreckungseffekt eintreten.</li>
<li>Beschädigtes Raubgut könnte dadurch besser repliziert werden.</li>
</ul>
<h3>Schutz vor Verlust und Erhalt für die Nachwelt:</h3>
<ul>
<li>Nicht wiederzubeschaffende Kunstgegenstände oder Artefakte könnten zumindest in Form von hochauflösenden und leistungsfähigen Digitalisaten der Wissenschaft nachhaltig erhalten bleiben.</li>
<li>Als digitale Exponate könnten sie nicht nur untersucht und verglichen, sondern auch weiterhin ausgestellt und so vor dem Vergessen gerettet werden.</li>
</ul>
<p><strong>Wenn Sie sich für das Thema Digitalisierung von Kulturerbe interessieren, lesen Sie bitte <a href="https://kulturerbe.digital/kontakt">hier</a> weiter. Sollten Sie ein eigenes Digitalisierungsprojekt planen, freuen wir uns, wenn Sie mit uns in Kontakt treten. Sehr gerne teilen wir unsere Erfahrungen und beraten Sie schon ganz zu Beginn ihrer Planungen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hauptbild: British Museum<br />
Credit:  Foto  Aurélien Barre / Pixabay</p>
<p>Bilder auf der Seite:<br />
Credit: Photo Andreas Christoph</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schöner Globus</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/schoener-globus</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kulturerbe Digital Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 11:12:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der in Bamberg geborene Mathematiker, Geograph, Kartograph und Astronom Johannes Schöner (1477- 1547) konnte auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Nachdem er 1500 zum Priester geweiht wurde übernahm er mehrere Pfarstellen. 1523 wurde er wegen der Vernachlässigung des Chordienstes, sowie des Konkubinats in die fränkische Schweiz strafversetzt. Mit Unterstützung durch Johann Seyler fertigte er später Erd-...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der in Bamberg geborene Mathematiker, Geograph, Kartograph und Astronom Johannes Schöner (1477- 1547) konnte auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Nachdem er 1500 zum Priester geweiht wurde übernahm er mehrere Pfarstellen. 1523 wurde er wegen der Vernachlässigung des Chordienstes, sowie des Konkubinats in die fränkische Schweiz strafversetzt.</p>



<p>Mit Unterstützung durch Johann Seyler fertigte er später Erd- und Himmelsgloben in serienorientierter Technik, um diese kostengünstiger produzieren zu können. Ein Globus galt im 16 Jahrhundert als Statussymbol und repräsentierte Wissen und Macht. Das Exemplar der Anna Amalia Bibliothek in Weimar, welches wir digitalisiert haben, ist mit zwölf handkolorierten Holzschnittsegmenten beklebt. Der Maßstab beträgt 1:47.200.000. Die Kugel mit 27 cm Durchmesser ruht in einem schlichten Holzgestell, gefasst in einem geschmiedeten Eisenring. Der Nullmeridian läuft senkrecht durch die Kapverdischen Inseln. Sie besticht durch ihren Detailreichtum. Ein weiteres Exemplar eines Schöner-Globus von 1515 befindet sich im Historischen Museum der Stadt Frankfurt am Main. Schöner nutzte als Grundlage seines Globus die Weltkarte des Kartographen Martin Waldseemüller, welcher wiederum die Reiseberichte von Amerigo Vespucci genau studiert hat. Vespucci schrieb in seinen Berichten von &#8222;Mundus novus&#8220; &#8211; also der neuen Welt. Waldseemüller benennt deshalb den Kontinent &#8222;America&#8220;. Und so ist der Schöner Globus einer der ersten, die den neuen Kontientent zeigen &#8211; allerdings noch in einer ganz anderen Ausprägung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-1024x683.jpeg" alt="Kulturerbe Digital I Globus als 3D Modell" class="wp-image-15159" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-1024x683.jpeg 1024w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-300x200.jpeg 300w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-768x512.jpeg 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-860x573.jpeg 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3-580x387.jpeg 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_3.jpeg 1035w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Es sind Details erkennbar, die man auf einem im frühen 16. Jahrhundert entstandenen Globus kaum vermuten würde, etwa die Skizze eines Elefanten an der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Auffällig ist aus heutiger Sicht auch die Gestaltung der Antarktis. Schöner stellte sie noch als einen sumpfigen Kontinent dar, von Südamerika getrennt durch eine schmale Meerenge zwischen Atlantik und Pazifik.</p>



<p>In den 1820er Jahren holte Herzog Carl August (1757–1828) den Globus aus der Jenaer Bibliothek nach Weimar. Viele namhafte Gelehrte beschäftigten sich mit ihm, darunter auch Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und Alexander von Humboldt (1769-1859).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-1024x683.jpeg" alt="Kulturerbe Digital I 3D Modell Globus" class="wp-image-15156" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-1024x683.jpeg 1024w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-300x200.jpeg 300w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-768x512.jpeg 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-860x573.jpeg 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2-580x387.jpeg 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/01/Schoener-Globus_2.jpeg 1035w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Unsere Aufgabe war schnell definiert: &#8222;Erstellen eines 3D-Modells samt Texturen des Schöner-Globus.&#8220; Die Herausforderungen vor der wir standen lag darin, dass wir den Globus nicht am Stück digitalisieren konnten, weil immer Teile des Globus verdeckt waren. So liegen Äquator- und Meridianring über dem eigentlichen Globus. Ferner sollte sich das 3D-Modell später auch digital innerhalb der beiden Ringe drehen lassen. Mit Hilfe der <a href="https://kulturerbe.digital/project/photogrammetrie">Photogrammetrie</a> haben wir die verschiedenen Elemente des Globus erfasst.</p>



<p>Die 3D-Spezialisten haben durch Verknüpfung der Punktwolken ein 3D-Modell erstellt  und das Ergebnis lässt sich nicht nur sehen, sondern eben auch drehen. Wir sind stolz darauf diese Technologie immer weiter zu entwickeln und lernen selber auch mit jedem digitalisierten Model dazu.</p>



<p>Wenn Sie das Ergebnis sehen möchten &#8211; gerne. Bitte einfach <a rel="noreferrer noopener" href="http://thumb1.froebus.de/01_Globus_Pilot_LQ/" target="_blank">hier klicken</a>, dann öffnet sich der Globus in einem neuen Fenster.</p>



<div class="wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-right is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-1 wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="http://thumb1.froebus.de/01_Globus_Pilot_LQ/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zum 3D-Modell</a></div>
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		<item>
		<title>Digitalisierung des Jenaer Martyrologium</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/digitalisierung-des-jenaer-martyrologium</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kulturerbe Digital Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 07:53:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Joachim Ott, Leiter Abteilung Historische Sammlungen und Fachreferent Kunst und Musik an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek berichtet über das Jenaer Martyrologium: Das Jenaer Martyrologium gilt als das älteste deutschsprachige Martyrologium. Es ist nur in einer einzigen Handschrift überliefert, dem im späten 13. Jahrhundert entstandenen Ms. Bos. q. 3 der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Dr. Joachim Ott, Leiter Abteilung Historische Sammlungen und Fachreferent Kunst und Musik an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek berichtet über das Jenaer Martyrologium:</em></p>



<p>Das Jenaer Martyrologium gilt als das älteste deutschsprachige Martyrologium. Es ist nur in einer einzigen Handschrift überliefert, dem im späten 13. Jahrhundert entstandenen Ms. Bos. q. 3 der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena. Die Handschrift umfasst 113 Pergamentblätter. Wir wissen nicht, wer das Jenaer Martyrologium hat anfertigen lassen. Jedenfalls entstand es in Thüringen, wie seine Sprache verrät. Der Schreiber war Thüringer; er dürfte für ein thüringisches Publikum geschrieben haben. Der hölzerne, mit Leder überzogene Einband ist über 200 Jahre jünger als der Buchblock. In Wittenberg gehörte die Handschrift zur um 1500 vom sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen (1463–1525) begründeten Bibliotheca Electoralis. Wann und wie die Handschrift nach Wittenberg gekommen war, lässt sich nicht rekonstruieren. Im Jahr 1549 gelangte der ganz überwiegende Teil Bibliotheca Electoralis und damit auch das Martyrologium nach Jena. Die Bibliotheca Electoralis ist der Gründungsbestand der heutigen ThULB Jena.</p>



<p>Martyrologien nennt man nach dem Kalender geordnete Verzeichnisse christlicher Märtyrer, d. h. Heiliger, die in den Jahrhunderten der Christenverfolgung ihr Leben für ihren Glauben gelassen haben. Der Kalender legte die Wiederkehr der Gedenktage fest. In den Kirchen wurde von den Märtyrern in deutscher Sprache gepredigt. Im straff organisierten Tageslauf der Mönchsorden erhielt die Verlesung der Martyrien ihren festen Platz nach der Prim, dem gemeinsamen Morgengebet.</p>



<p>Man nimmt an, dass das Jenaer Martyrologium seit dem 13. Jahrhundert in Thüringen vor einem geistlichen Publikum, das Latein nur unzureichend verstand, eingebunden in regelmäßige geistliche Verrichtungen wohl nach dem gemeinsamen Chorgebet von einem Vorleser oder einer Vorleserin in Abschnitten, die zum jeweiligen Festtag der Märtyrer passten, verlesen wurde. Die Martyrien der Heiligen werden im Jenaer Martyrologium nicht allein in Erzählungen vergegenwärtigt, sondern auch in Bildern veranschaulicht, was die Handschrift zu einer großen Besonderheit macht. Jedem Tageseintrag lässt sich ein kompositorisch und farblich lebendig gestalteter Bildstreifen zuordnen, der ausgewählte Szenen aus den jeweiligen Legenden zum Gegenstand hat. Fast jedem der 365 Tageseinträge im Jenaer Martyrologium ist eine Miniatur zugeordnet. Im Anschluss an das Martyrologium, auf den letzten Seiten der Handschrift, folgt eine kurze „Unterweisung zur Vollkommenheit“.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="521" height="690" data-id="15234" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_1-1.jpeg" alt="" class="wp-image-15234" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_1-1.jpeg 521w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_1-1-227x300.jpeg 227w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="523" height="690" data-id="15235" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_2.jpeg" alt="" class="wp-image-15235" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_2.jpeg 523w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/Martyrologium_2-227x300.jpeg 227w" sizes="(max-width: 523px) 100vw, 523px" /></figure>
</figure>



<p>Das Jenaer Martyrologium gehört zu den bei weitem wertvollsten Handschriften der bedeutenden historischen Sammlungen der ThULB Jena. In Kooperation der Bibliothek und des Belser Verlags konnte nun von der Handschrift eine Faksimile-Ausgabe höchster Qualität realisiert werden, begleitet von einem Kommentarband des Autors Dr. Tobias Ertel. Auf diese Weise kann eine der bemerkenswertesten illustrierten deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full"><img decoding="async" width="1080" height="1920" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2017/03/Martyrologium_S_025_comp_vorher-nachher-1.gif" alt="Kulturerbe Digital I 2D–Digitalisierung des Jenaer Martyrologium" class="wp-image-15051"/></figure></div>


<p>Die Aufgabe bestand in der 2D-Digitalisierung des fast 750 Jahre alten Werkes. Es ware bereits vor einiger Zeit digitalisiert worden. Problematisch war dabei, dass Bücher zum Bund hin abfallen und sowohl Texte als auch Bilder weit in den Bund hineinlaufen. Damit ist keine plane Reproduktion auf einer Ebene möglich, bzw. es würde einiges an Bildinformationen verborgen bleiben. Unter Zuhilfenahme von eigens entwickelter Reprotechnologie und den Erfahrungen aus anderen Digitalisierungsprojekten konnten wir das Werk zunächst Digitalisieren und somit die Grundlage für einen Nachdruck des Werks schaffen.</p>



<p>Die Animation zeigt deutlich, wieviel mehr man mit der richtigen Technologie und dem entsprechenden Fachwissen aus einem gebundenen Werk darstellen kann.</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Die Wallbüchse</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/die-wallbuechse</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kulturerbe Digital Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 07:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kulturerbe-test.digital/?p=15215</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schmiede-, Guss- und Büchsenmeister und ihre Werke spiegeln die höchsten künstlerischen und technischen Fähigkeiten ihrer jeweiligen Gesellschaft und Epoche wider. Sie zeigen daher einen einzigartigen Aspekt von Kunstgeschichte und materieller Kultur. Eine besondere Gattung stellen die Wallbüchsen dar, die klassische Festungswaffen sind. Aus ihrer Bezeichnung geht bereits hervor, dass diese überdimensionierten Gewehre von den Festungswällen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Schmiede-, Guss- und Büchsenmeister und ihre Werke spiegeln die höchsten künstlerischen und technischen Fähigkeiten ihrer jeweiligen Gesellschaft und Epoche wider. Sie zeigen daher einen einzigartigen Aspekt von Kunstgeschichte und materieller Kultur. Eine besondere Gattung stellen die Wallbüchsen dar, die klassische Festungswaffen sind. Aus ihrer Bezeichnung geht bereits hervor, dass diese überdimensionierten Gewehre von den Festungswällen aus abgefeuert wurden. Je nach Baujahr können Wallbüchsen eine Gesamtlänge zwischen eineinhalb und dreieinhalb Metern aufweisen. Die noch im 17. Jahrhundert vorherrschende Annahme, dass die Länge des Laufes für die Reichweite entscheidend wäre, wurde in den folgenden beiden Jahrhunderten widerlegt. Die Reichweite solcher Wallbüchsen lag zwischen 500 und 700 Metern. Selbst auf diese Entfernung konnte der Waffentyp noch leichte Deckung durchschlagen. Die starke Pulverladung, kombiniert mit dem hohen Gewicht der Kugel, gab dem Projektil eine Durchschlagskraft, die zwei bis drei Mal höher als diejenige gewöhnlicher Infanteriegewehre war. Größe und Gewicht der Wallbüchsen ließen einen freihändigen Gebrauch nicht zu. In der Machbarkeitsstudie wurde sich an einer neupreußischen Wallbüchse aus Potsdam aus den Jahren 1815-1819, die die Ausstattung der jungen preußischen Garnison der Festung Luxemburg repräsentiert, probiert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-1024x683.jpeg" alt="Kulturerbe Digital I Wallbüchse Digitalisierung" class="wp-image-15858" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-1024x683.jpeg 1024w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-300x200.jpeg 300w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-150x100.jpeg 150w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-768x512.jpeg 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-860x573.jpeg 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1-580x387.jpeg 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_2-1035x690-1.jpeg 1035w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Waffen sind dreidimensionale Objekte. Damit Besucher sie adäquat betrachten können, müssen diese Waffen allansichtig ausgestellt sein. Das Schloss, der Abzug, der Lauf und der gesamte Mechanismus solcher Objekte erschließen sich dem Betrachter allerdings nur in der Manipulation der Wallbüchsen. Ein solches Hantieren steht für Museumsbesucher außer Frage. Dies gilt in verschärfter Weise für Waffen. Daher bietet sich eine dreidimensionale Erfassung und Ausstellung im virtuellen Raum an, die es dem Betrachter ermöglicht, das Objekt zu erkunden und selbst die Maserung der verwendeten Hölzer und kleinste Einkerbungen im Metall zu entdecken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-1024x683.jpeg" alt="Kulturerbe Digital I Steinschloss Wallbüchse" class="wp-image-15857" srcset="https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-1024x683.jpeg 1024w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-300x200.jpeg 300w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-150x100.jpeg 150w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-768x512.jpeg 768w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-860x573.jpeg 860w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1-580x387.jpeg 580w, https://kulturerbe.digital/wp-content/uploads/2023/01/steinschloss_wallbuechse_1-1035x690-1.jpeg 1035w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Die dreidimensionale Digitalisierung von Wallbüchsen stellt eine doppelte Herausforderung dar und es kann nur durch einen Test sichergestellt werden, ob diese überwunden werden kann. Es gilt daher herauszufinden, inwiefern die Spezialsoftware mit der Geometrie einer Wallbüchse (langer schmaler Lauf) umgehen kann. Außerdem haben frühere Digitalisierungsversuche gezeigt, dass Metalloberflächen recht schwierig zu verarbeiten und darzustellen sind.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/die-wallbuechse">Die Wallbüchse</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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		<item>
		<title>Digital Master Scanning</title>
		<link>https://kulturerbe.digital/digital-master-scanning</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kulturerbe Digital Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 14:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kulturerbe-test.digital/?p=15093</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/digital-master-scanning">Digital Master Scanning</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://kulturerbe.digital/digital-master-scanning">Digital Master Scanning</a> erschien zuerst auf <a href="https://kulturerbe.digital">Kulturerbe Digital</a>.</p>
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